Im Test: Avene Crème Nutritive Compensatrice

Ja, ja, ich weiß, es gibt wenige AMUs von mir in letzter Zeit und viel Pflege auf dem Blog, aber irgendwie muss ich sagen, dass mir auch die Lust für aufwendige Looks in der letzten Zeit gefehlt hat. Viel mehr habe ich mich mit meiner Hautpflege befasst, neue Produkte ausprobiert und irgendwie war für mich das ganze Themengebiet einfach interessanter. Versprochen, es wird auch wieder Phasen geben, in denen ich ganz, ganz viel schminke :)

Nun aber zum heutigen Thema.
Als es im November letzten Jahres immer kälter geworden ist, habe ich gemerkt wie meine sonst eher normale Haut plötzlich sehr trocken geworden ist. Ich hatte Schüppchen um die Nase und an der Stirn und ein Gefühl, als hätte man meine Gesichtshaut zu heiß gewaschen und sie wäre eingegangen. Einfach wie zwei Nummern zu klein, so hat sie sich angefühlt. Unangenehm! Meine alte Gesichtscreme reichte also nicht mehr aus und so wurde ich auf die Avene Crème Nutritive Compensatrice aufmerksam. Wie ich sie finde und ob sie meine trockene Haut in den Griff bekommen hat, das teile ich heute mit euch.


Die Avène Nutritive Creme ist für trockene und empfindliche Haut empfohlen und ist in einer normalen Variante und einer Reichhaltigen erhältlich, wobei ich mich für die normale entschieden habe. Die beiden Cremes unterscheiden sich in den Inhaltsstoffen darin, dass in der reichhaltigen Version Sheabutter, Bienenwachs und Distelöl verwendet wurde, bei der normalen Version mehr einfaches Paraffin. Das Mineralöl legt sich dabei auf die Haut und schützt so, dass die Haut an Feuchtigkeit verliert und dieser okkulusive Effekt soll stärker vorm Austrocknen schützen als die gute pflegende Sheabutter oder das Bienenwachs. Irreführend, nicht was? Übrigens weiß ich das auch nur durch Agatas Beitrag zur Okklusion. 

Die Nutitive Creme soll als Tages- und Nachtpflege anwendbar sein und enthält keinen zusätzlichen LSF. Das vermisse ich auch gar nicht, denn diesen trage ich viel lieber separat zuvor auf meine Haut auf. Wer von euch trägt denn wirklich so viel Tagespflege auf, dass man sagen könnte, dass der volle Lichtschutzfaktor auch wirklich wirkt. Zur Erinnerung: Eine Zeigerfingerlänge sollte man auftragen! 


Die Gesichtscreme ist in einem sehr schweren Glastigel, der 50ml fässt. Das Gewicht ist mir wirklich als erstes aufgefallen, was natürlich dem schönen verstärkten Boden geschuldet ist. Den Tigel finde ich sehr schön, bauchig, schwer und dieser massive Boden, ja, irgendwie erwarte ich einen schönen Tiegel auch in der Preiskategorie. Einzig und allein die Tatsache, dass es ein Glastigel ist, stört mich. Ich mag Tuben lieber, weil sie viel hygienischer sind, weil man eben nicht mit seinen Patschefingern immer und immer wieder reingreift und so immer und immer mehr Bakterien darin ansammelt. 
Es wird ein kleiner Spachtel mitgeliefert, den ich auch in den ersten Wochen immer benutzt habe, aber zugegeben, irgendwann wurd ich doch zu faul dafür.



Sehr gut gefällt mir die Konsistenz der Creme, etwas wie leicht aufgeschlagene Sahne. Sehr locker und reichhaltig, sehr cremig und doch soft. Oh ja, die Konsistenz ist ein Träumchen! Sie macht den Auftrag recht einfach, sie lässt sich gut verteilen und zieht trotz ihrer reichhaltigen Konsistenz gut und zügig ein.
Dazu kommt der leckere Geruch der Creme, bei dem mit etwas Parfum getrickst wurde. Rein und leicht blumig riecht es, nicht aufdringlich oder intensiv, aber deutlich wahrnehmbar.
Für das gesamte Gesicht brauche ich nicht viel von der Creme, ein bis zwei kleine Kleckse (auf dem Bild ist schon viel zu viel zu sehen!) reichen vollkommen. Damit ist die Creme sehr ergiebig und trotz täglicher Anwendung morgens und abends auch nach drei bis vier Monaten noch nicht leer. 


Nun zur Pflegewirkung. Ich finde die Creme leistet gute Arbeit gegen die Trockenheit im Gesicht, aber keine sehr gute. Als meine Haut besonders trocken war, konnte sie alleine keine Abhilfe leisten und ich musste zusätzlich ein pflegendes Öl nehmen. So würde ich sagen, dass sie für trockene Haut geeignet ist, aber nicht für Haut, die vor Trockenheit schon schuppig ist und ein Gefühl wie Pappe hat. Aktuell (meine Haut ist auch nicht mehr so trocken wie im November/Dezember) funktioniert sie jedoch sehr gut und ich verwende sie sehr gerne! 
Sie hinterlässt ein schönes, gepflegtes Hautgefühl. Meine Haut, fühlt sich, zumindest aktuell, gut versorgt an, spannt nicht und ich habe nicht den Eindruck, dass ihr irgendwas fehlt. Wichtig ist auch, ich habe von dieser Creme keine Unreinheiten bekommen, wie ich sie bislang bei einigen Cremes feststellen können. 
Ich trage die Creme abends und auch morgens auf und konnte nicht feststellen, dass sie das Make Up irgendwie beeinflusst, weder dass die Blendbarkeit beeinträchtigt ist, noch die Haltbarkeit. 


Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Creme, auch wenn ich sie im tiefsten Winter nur in Kombination mit einem weiteren Produkt anwenden konnte. Es ist einfach nicht für sehr trockene Haut geeignet, doch für "einfache" trockene Haut kann ich sie definitiv empfehlen. Ich benutze sie sehr gerne und würde sie mir nachkaufen, auch wenn sie mir eventuell in den Sommermonaten etwas zu reichhaltig sein kann.
Die Creme gibt es übrigens in Apotheken zu kaufen und kostet 27.60 €.

Welche Gesichtscreme habt ihr im Winter verwendet?

Eure Elli


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