Getestet: Compeed Produkte

Es gibt Themen, über die auf Blogs viel zu wenig geredet wird. So zum Beispiel wie das Thema "Blasen an den Füßen", einem wird die zehnte Mascara vorgestellt, aber kaum Tipps oder kleine Helferchen gegen die wirklich fiesen Schmerzen im Alltag! Ich gehöre zu der Sorte Frau, die in neuen Schuhen immer erstmal Blasen bekommt, diese treten bevorzugt an der Ferse an, aber auch auf den Zehen oder (besonders unangenehm!) auf der Fußsohle. Leider neigen manchmal auch schon stark eingelaufene Schuhe wieder zu Blasen, weshalb ich lange auf der Suche nach einer guten Abhilfe gegen diesen Schmerz war.
Normale Pflaster bringen leider kaum Besserung, denn sie nehmen zwar die Reibung, der Schmerz auf diese Wunde bleibt aber natürlich bestehen. So habe ich verschiedene Blasenpflaster ausprobiert, günstig und teuer. Letzendlich bin ich bei Compeed geblieben und kaufe sie schon seit Jahren regelmäßig nach. Wieso ich ausgerechnet auf eine einzige Marke schwöre, erzähle ich euch heute.

Zu den anwesenden Marken beim Beauty Blogger Café gehöre auch Compeed, weshalb ich die Möglichkeit bekommen habe auch die Produkte zu probieren, die ich bislang nicht kannte. Ich muss gestehen, ich kaufe meist das gleiche Produkt, entweder die großen Blasenpflaster für die Ferse, oder diese Box mit verschiedenen Größen. Auf die anderen Produkte, die links und rechts hängen, hab ich nie geachtet!

Vorweg: Alle Compeed Blasenpflaster kommen in einer praktischen verschließbaren Box. Diese Box ist so klein, dass sie in jede noch so kleine Tasche passt, ich habe sie im Sommer sogar immer in meinem (großen) Geldbeutel! Das war schon immer für mich einer der großen Vorteile der Compeed Produkte. 




Diese Box habe ich fast immer in meinem Geldbeutel, in ihr sind alle Größen vorhanden, so dass man für jede Stelle am Fuß das passende Pflaster parat hat. Die großen Pflaster für die Ferse, die Mittleren für schmerzende Stellen an der Seite des Fußes (oder überall da, wo Riemchen in den Fuß einschneiden könnten) und die ganz Kleinen für die Blasen auf den Zehen. 
Es handelt sich hier um die normale Variante der Blasenpflaster. Sie sind gut gepolstert, nehmen also direkt den Druckschmerz von der Wunde. Nach kurzer Zeit schwellen sie leicht an und bilden eine noch weichere und stabilere Schutzschicht über der Blase. Man spürt schon bald keine Schmerzen mehr und kann normal weiter laufen. Nur bei besonders tiefen Blasen kann es manchmal sein, dass nicht der komplette Schmerz genommen wird, aber das ist eher selten.
Die Pflaster sind aus einem Stück, nur die dicke variiert innerhalb des Pflasters. So ist es in der Mitte stärker gepolstert als an den Rändern. Das sorgt dafür, dass sich das Pflaster über den Fuß legt und nirgends seltsam absteht oder unangenehm ist. Wie eine zweite Haut.

Anschließend lässt man das Blasenpflaster so lange an der Stelle, bis es sich von allein löst. Das hat natürlich einmal den Grund, dass in anderen Schuhen womöglich die selbe Stelle erneut belastet wird, aber vor allen Dingen unterstützt dieses Pflaster die Wundheilung. Sobald es sich löst, sieht man dass sich die Wunde geschlossen hat und die Haut wieder drüber gewachsen ist. 
Womit ich bei anderen Blasenpflastern die meisten Probleme hatte ist, dass sie eben nicht bis zur vollständigen Heilung an der Stelle haften bleiben. Häufig hat es sich beim Duschen gelöst oder schlimmer noch, ist während des Laufens verrutscht. Das ist mir bei den Compeed Pflastern noch nie passiert!



Neben der klassischen, normalen Variante gibt es jetzt auch die Pflaster mit Aloe Vera. Diese sollen besonders pflegend sein, aber auch den brennenden Schmerz nehmen. Diese Pflaster waren mir völlig neu und eher skeptisch stand ich ihnen gegenüber. 
Die sind nur ein einer Größe erhältlich, der Mittleren. Diese benutze ich leider am seltensten, denn sie sind zu klein für die Ferse und zu groß für die Zehen, also die Stellen an denen ich besonders zu Blasen neige.
Auch sind diese Pflaster sehr viel dünner, ich konnte mir zunächst nicht vorstellen, dass sie überhaupt polsternd wirken und den drückenden Schmerz von der Stelle nehmen können.

Im Vergleich mit der herkömmlichen Variante (rechts) und der Aloe Vera (links) sieht man deutlich, dass sie wesentlich dünner sind.
Beim Tragen wurde ich aber überrascht, denn sie polstern genauso effektiv wie die herkömmliche Variante. Im Tragekomfort habe ich keinen Unterschied feststellen können, allerdings auch keine raschere Heilung.



Bei dem Beauty Blogger Café bin ich ins Gespräch mit einer der jungen Frauen gekommen. Ich habe ihr mein Leid über die Doc Martens geklagt, welche ich seit einem Jahr habe und kaum trage, denn sie verursachen Blasen die nicht von dieser Welt sind. Innerhalb kürzester Zeit kann ich kaum mehr laufen, blutige und riesen große Blasen trage ich ständig davon. Auch die herkömmlichen Blasenpflaster leisten hier nur bedingt Abhilfe, denn das (noch) starre Leder drück wesentlich stärker gegen die Wunde als es normale Schuhe tun würden.
Am Stand wurden mir dann diese Pflaster gezeigt, um 20% verstärkte Pflaster, die extra für das Wandern oder eben solche Schuhe entworfen wurden.
Sie weisen eine Wabenstruktur auf und sind wirklich wesentlich dicker als die herkömmlichen Pflaster. Sie fühlen sich starrer an, was sich jedoch beim Tragen auch wieder legen kann.
Da das Café im Mai stattgefunden hat und ich meine Martens erst wieder bei den kälteren Temperaturen tragen werde, konnte ich sie noch nicht unter diesen extremen Bedingungen testen, aber ich werde das unbedingt nachreichen!


Auch der Compeed Stick war mir bis zu dem Zeitpunkt unbekannt. Es handelt sich hierbei um einen farblosen Stick, der aufgetragen eine schützende Schicht um die Haut legt. Man trägt den Stick an die Stellen auf, die besonders zu Blasen neigen, jedoch bevor diese entstehen. Aufgetragen soll er die Reibung minimieren und etwas polstern.
Auch hier war ich zunächst skeptisch, doch ich wurde restlos überzeugt. Schließlich hat es dieser Stift sogar in meine Lieblinge geschafft! 
Tatsächlich neige ich mit dem Stift nicht so schnell zu Blasen, zwar bleiben sie nicht immer gänzlich aus, aber die Zeit bis sie sich bilden wird schon stark verlängert.
Mittlerweile trage ich auch ihn immer in meiner Tasche mit. Was mir übrigens hier noch positiv aufgefallen ist: Er schmilzt nicht bei diesen warmen Temperaturen. Auch wenn ich ihn in meiner Handtasche bei 30 Grad dabei habe, verändert er seine Konsistenz nicht!


Abschließend kann ich jedem die normale, herkömmliche Variante an Pflastern ans Herz legen. Ich benutze sie schon seit einigen Jahren und gebe mittlerweile sehr gern etwas mehr Geld aus, denn die günstigen Varianten von Balea und co haben nicht die Haltbarkeit wie diese Compeed Pflaster. Diese verrutschen nicht und schützen wirklich sehr gut.
Ich lobe nur selten ein Produkt in höchsten Tönen, aber hier fallen mir keine negative Aspekte auf. Außer vielleicht der Preis, denn der bewegt sich im Durchschnitt bei 4-5€. 
Die Aloe Vera Pflaster haben für mich keine passende Größe und sind eher eine Notlösung an der Ferse. Da sie mich aber im Tragekomfort und Wirkung überzeugt haben, würde ich sie nachkaufen, wenn sie noch in anderen Größen erhältlich wären.
Die extra gepolsterten "Extreme" Pflaster konnte ich leider noch nicht testen, denn das Tragen meiner Ballerinas im Sommer ist noch keine extreme Situation für meine Füße :D Im Herbst/Winter werden sie aber zum Einsatz kommen und ich bin guter Dinge, dass sie eine bessere Arbeit machen werden als die normalen Pflaster!
Zu guter Letzt der Anti-Blasen Stift, dieser hat mich wirklich überzeugt. Ich hätte niemals erwartet, dass so ein Stift einen solchen Unterschied machen kann. Das ist definitiv ein Nachkaufprodukt für mich!

Schwört ihr auch auf Blasenpflaster? Welche benutzt ihr am liebsten?

Eure Elli


Labels: ,