Haarige Angelegenheiten: Meine Vorgeschichte

Ich wollte eine ganze Rubrik meinen Haaren widmen. Da ich einige Beiträge (unter anderem eine kleine Serie über meine Waschgewohnheit) zu dem Thema geplant habe, dachte ich würde eine Einführung in meine Haargeschichte nützlich sein. Nicht jeder hat die selben Haarprobleme und was bei mir zu Wundern verhelfen kann, richtet bei euch eine Marge Simpson mäßige Katastrophe an.  Hier möchte ich mich über meine eigenen Erfahrungen mit euch austauschen, euch vielleicht Tipps geben und natürlich könnt ihr mir auch gern eure Verbesserunsvorschläge oder Tipps hier lassen.

Also fangen wir mit der munteren Geschichtenkiste aus dem Hause Obstgartentorte an.
Meine Ausgangslage sind leichte Naturlocken, keine wilde Krause, aber etwas stärkere Wellen. Wellen neigen zu Trockenheit und sind gerne mal etwas strohig, so auch bei mir. Seit ich denken kann hatte ich trockene, spröde Haare ohne viel Glanz. Viel habe ich mir dabei nie gedacht, denn mit Spliss oder Haarbruch hatte ich keinerlei Probleme. Selbst bei der unbeliebten Länge die auf den Schultern aufliegt und dadurch noch mehr Reibung an den Spitzen erzeugt, hatte ich keinen Spliss an meinen Haaren gemerkt. Demnach sah ich auch keinen Grund meine Haare öfter als einmal im Jahr beim Friseur nachschneiden zu lassen. Ich nutze immer Shampoo aus der Drogerie, wobei ich keine bestimmte Marke hatte der ich vertraut habe, einzig habe ich immer die Pflegeserie für trockenes und strapaziertes Haar genommen. Einen Unterschied zwischen den verschiedenen Shampoos konnte ich an meinem Haar nicht feststellen. Besonders seidig oder glänzend waren sie nie. Gewaschen habe ich sie in der Regel alle 2-3 Tage, jedoch eher aus Gewohnheit. Geföhnt habe ich meine Haare eigentlich nie, denn meine Naturwelle kommt durch das Trocknen an der Luft viel besser zur Geltung, jedoch habe ich meine vordere Ponypartie immer wieder mit dem Glätteisen gequält, weil ich dort unschöne Wirbel habe oder seltsam fliegende Haare. Mehr Beachtung habe ich meinen Haaren nicht geschenkt. Vielleicht mal eine Kur, aber das auch eher sehr unregelmäßig.
Ich habe meine Haare nicht gut behandelt, aber sie haben es mir viele Jahre verziehen. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen meine Haare als "Problemhaare" zu bezeichnen. Sie wuchsen fröhlich vor sich hin ohne dass ich mich darum bemüht hätte.
Wie ihr merkt, schreibe ich in der Vergangenheit, denn etwa vor einem Jahr im Herbst 2012 hat sich das ganze schlagartig geändert. Ich hatte großen privaten Stress und habe meinen Haaren noch viel weniger Beachtung geschenkt als ohnehin schon. Immer häufiger habe ich die Spülung weggelassen und nur mit sehr aggressivem Shampoo (Balea Pure & Fresh Shampoo welches bekanntlich ein Reinigungsshampoo ist und nicht für jeden Tag kontzepiert ist) gewaschen und bekam für mein achtloses Verhalten bald die Quittung. Ich bekam unglaublich viel Spliss und meine Haare fingen an zu brechen. Jedesmal wenn ich mir durch die Haare gefahren bin, hatte ich einen Büschel Haare in der Hand, etwa 5-15 Haare. Wirklich jedes mal. Ich wusste. dass ich die kaputten Spitzen abschneiden musste, aber wollte meine mittlerweile stolze Länge nicht verlieren und schob so den Besuch beim Friseur immer weiter vor mir her.  Dieser Haarbruch nahm im laufe diesen Jahres bedenkliche Ausmaße an. Ganze kleine Regionen auf meinem Kopf waren abgebrochen und standen wie kleine Hörner von meinem Kopf weg. Es sah nicht nur unschön aus, ich machte mir auch schlicht Sorgen. Ich wollte doch nicht ohne Haare bleiben! Aber nicht nur der Haarbruch machte mir zu schaffen, auch haben sich immer mehr kleine Knoten gebildet, vorallem im Nackenbereich, die sich kaum und nur mit vielen Tränen auskämmen ließen. Wie kleine Dreadlocks sahen sie aus, richtig verfilzt! Auch wenn ich sie täglich kämmte, kamen sie immer wieder.
So habe ich mir im August 2013 ein Herz gefasst und bin zum Friseur. Die nette Dame war leicht schockiert über den Zustand meiner Haare, aber versicherte mir dass man auch das in den Griff bekommen kann, ich müsse nur meine Haare wirklich anfangen zu pflegen. Sie erklärte mir, dass meine Haare strukturgeschädigt ist und es deshalb so stark abbricht. Die Knotenbildung erklärte sie damit, dass die Schuppenschicht am Haar (die äußerste Haarschicht) aufgefächert ist und diese sich in einander verhaken. Ich musste also meine Schuppenschicht glätten und wieder aufbauen, damit meine Haare wieder gesund werden.

Die Friseurin hat mir anschließend Produkte empfohlen, welche ich auch direkt mitgenommen habe. Da ich sehr begeistert bin von der Haarpflege, werde ich sie in einem kommenden Post vorstellen und euch zeigen womit ich meine Haare wieder auf den Weg der Besserung gebracht habe und mittlerweile sehr zufrieden bin mit der Entwicklung. Ich habe viel verändert was Pflege- und Waschgewohnheiten angeht und möchte euch gerne dazu in weiteren Beiträgen teilhaben lassen :)

Was sind eure Haargeschichten? Hattet ihr auch schon so starke Probleme die euch zum Umdenken gebracht haben?

Eure Elli

Kommentare

  1. Oje.. tut mir Leid, dass deine Haare dann doch so stark reagiert haben! Gleich mal deinen Haarpflege-Post lesen und gucken, ob's besser wird ^_^
    Ich hab mit meinen Haaren eigentlich immer Glück gehabt, was aber nicht heißt, dass ich immer damit zufrieden war. Dass ich Struktur und Farbe (Mittel- bis Hell-Aschblond, glatt) überhaupt akzeptiere, ist noch nicht so lange her ~_^ Dementsprechend habe ich eine gewisse Färbe-Vergangenheit und einen Unfall haben meine Haare und meine Kopfhaut nur knapp überstanden. Ich wollte meine selbst dunkelbraun gefärbten Haare auch selbst blondieren, zuerst waren sie knallorange, dann langsam gelb und mit entsprechender Gegensteuerung weißblond. Weil mir das aber zu hell war, wieder ein dunkleres Blond drüber. Der Ganze Vorgang dauerte ca. 3 Blondierungs- und 2 Färbevorgänge innerhalb von ca. einem Monat. Resultat: Haare kaputt und brennende Kopfhaut beim Waschen und das noch ca. 1 Jahr o.O Ich könnte jetzt noch Stunden weiter"reden", aber ich lasse das mal als Poente stehen :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh Gott, das hört sich ja schrecklich an! Wie hast du das wieder in den Griff bekommen?

      Löschen
    2. Erstmal habe ich aufgehört, täglich zu waschen. Hab meine Grenzen da ein bisschen ausgetestet und nun hat es sich bei ca. jedem zweiten Tag eingependelt. Das hat sehr gut getan! Dann musste ich auch ziemlich auf die Wassertemperatur achten, es wurde schnell zu heiß. Außerdem habe ich mehr Wert auf Haarpflege gelegt und regelmäßig Spülungen und Kuren angewendet. Momentan suche ich DIE Produkte für mich. Da ich in der Drogerie so ziemlich alles durch hab, suche ich nun bei Profi-Produkten ^_^

      Die Kopfhaut-Probleme sind nun Vergangenheit. Nur habe ich in der Zwischenzeit wieder blondiert (beim Friseur diesmal)... Tjaja, ich und meine Haarfarben :D Das wächst nun raus, aber die Haare sind natürlich wieder hin, brechen aber nicht ab wegen sehr gewissenhafter Pflege... never ending story :D

      Löschen
    3. Aber das hört sich doch schon mal viel besser an. Meine Art die Haare zu waschen habe ich auch komplett geändert, da merke ich auch was es für einen Unterschied macht. Selbst Kleinigkeiten wie vor dem Waschen die Haare kämmen haben bei mir schon eine Besserung gebracht :)

      Löschen

Powered by Blogger.
Back to Top